Eine brillante Masche

Jan Zweyer
Historischer Roman
kt., 221 Seiten
EUR 9.99, E-Book EUR 9.99
ISBN 978-3-89425-618-0
Erscheinungsdatum: 10/2014

Die fast wahre Geschichte eines Lügners

Einer der größten Hochstapler der Nachkriegszeit und sein aufsehenerregender Prozess sind schon lange in Vergessenheit geraten. Dabei schreibt das Leben bekanntlich die besten Geschichten: Johann Bos, der sogenannte Diamantenkönig, erleichterte mit Verschlagenheit und einer guten Portion Charme die Ehefrauen inhaftierter Nazis um ihre letzten Wertgegenstände. Er wurde zeitweise von über achtzehn Staatsanwaltschaften gesucht, sieben Mal festgenommen. Immer wieder kam er frei, häufig durch Bestechung. Er türmte aus Gerichtssälen und Heilanstalten, gab sich als Geisteskranker aus, als Industriellensohn oder Kripobeamter.
Sein finaler Prozess, in dem der Richter eine neunundvierzigseitige Anklageschrift verliest, wird zum Medienereignis. Nicht nur, weil die Sitzungen neben Arnsberg auch in München, Würzburg, Frankfurt und Hannover stattfinden, um so viele Zeugen wie möglich aussagen zu lassen. Sondern der Richter bekommt schnell vor Augen geführt, wie es Bos schaffen konnte, das Vertrauen der Strohwitwen zu gewinnen, und jede Situation für sich zum Guten zu wenden.


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Bos … gehört zu den größten Betrügern der Nachkriegszeit, und seinem Einfallsreichtum ist es zu verdanken, dass im Roman kein Hauch von Langeweile aufkommt, zumal Zweyers Dialoge mit einer Extraportion Witz angereichert sind. … Johann Bos … bekam fünf Jahre Zuchthaus, aber auch die Sympathien vieler Prozessbeobachter und Zeitgenossen. Weil er kein Gewaltverbrecher, sondern ein Trickbetrüger war, der mit Grips, Fantasie und Charme zu fetter Beute kam. Man liest es mit Genuss.« Jens Dirksen, Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung

»Die Sprache ist exzellent. Als Leser sitzt man mitten im Gerichtssaal und verfolgt einen aufsehenerregenden Prozess.« Michael Schulte, Westfälische Nachrichten

»Überaus gelungen, unterhaltsam und zeigt gleichzeitig aus einer neuen Perspektive, wie Menschen die Zeit von 1929 bis 1950 erlebt haben.« Klaus-Günther Beck-Ewerhardy, www.buechertreff.de


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